Kopfschmerzen? Vielleicht ist Ihr Bildschirm zu hell

Sind zum Beispiel die Licht- und Helligkeitsverhältnisse nicht optimal, überlasten wir unsere Augen. Die Folgen können Augenbeschwerden und Kopfschmerzen sein. Dabei helfen bereits kleine Tricks, den anspruchsvollen Augen auch am Computerarbeitsplatz gerecht zu werden.

Oft schenken wir beim Büroeinrichten den Licht- und Helligkeitsverhältnissen zu wenig Beachtung. Direkte Blendung oder Spiegelungen der Sonne, Lampen oder reflektierender Gegenstände auf dem Bildschirm irritieren die Wahrnehmung. Die Folgen können beachtlich sein: Personen, die in falsch eingerichteten und beleuchteten Räumen arbeiten, leiden oft unter Sehstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Übelkeit und Kopfschmerzen. Um zu verstehen, warum zu dunkle oder zu helle Räume ein gesundheitliches Risiko darstellen, ist es sinnvoll, eine wichtige Funktion der Augen zu kennen: Die Regulierung des Lichtbedarfs durch die Pupille.

Die Pupille ist der Blende des Fotoapparates sehr ähnlich. Bei wenig Licht weitet sich die Pupille, so dringt mehr Licht ins Auge. Der persönliche Lichtbedarf ist sehr individuell und erst noch altersabhängig. Ältere Menschen benötigen mehr Licht als jüngere. Problematisch ist dies in Mehrpersonenbüros, wenn mehrere Personen dieselbe Lichtquelle nutzen müssen. Individuelle Büroleuchten und Tischlampen können das Problem lösen.

Mit Fokus an die Arbeit

Nebst der Beleuchtung müssen auch die Bildschirmhelligkeit und die Höhe und Neigung des Bildschirms stimmen. So entlasten wir nicht nur unsere Augen durch einen besseren Kontrast, sondern verbessern gleichzeitig auch unsere Nackenposition. Rund eine Armlänge vom Kopf entfernt und auf gerader Linie sollte der Bildschirm sein. Wobei der obere Rand eine Handbreit unterhalb der Augen liegen soll. Denn unsere natürliche Blickrichtung bei gerader Kopfhaltung ist nicht geradeaus, sondern leicht nach unten geneigt. Sind mehrere Bildschirme im Einsatz, so sollte der Hauptbildschirm diese Bedingungen erfüllen. Ein Blick auf den eigenen Bildschirm verrät sofort, ob dieser richtig eingestellt ist. Muss der Kopf gehoben werden, um die Zeilen am oberen Rand des Bildschirms lesen zu können, so ist er wahrscheinlich zu hoch eingestellt. Besonders Brillenträger mit Gleitsichtbrillen sollten sensibilisiert sein und auf eine gute Haltung achten. Übrigens: Die meisten Bildschirme sind zu hoch eingestellt. Ihrer gehört hoffentlich nicht dazu.

Weitere Tipps zur Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit im Büro stellt die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS kostenlos zur Verfügung. Informationsbroschüren und unterhaltsame Online-Tools finden Sie auf: www.prävention-im-büro.ch

Autor: Urs Hof, Mitglied der Begleitgruppe der Aktion «Prävention im Büro» der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS, Arbeitshygieniker SGAH / SSHT Europa Ergonom CREE, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Ressort Grundlagen Arbeit + Gesundheit, Bern

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