it-sa: Trends und Prognosen zur IT-Sicherheit

IT-Sicherheit ist ein Wachstumsmarkt mit steigenden Umsätzen und Beschäftigungszahlen. Das belegt die im Vorfeld der it-sa 2016 durchgeführte Ausstellerbefragung, die ein Stimmungsbild der IT-Sicherheitsbranche zeichnet. Dabei wurde auch nach dem Effekt des IT-Sicherheitsgesetzes gefragt. Erwartete positive Effekte haben sich zwar eingestellt, sind aber geringer als noch vor einem Jahr prognostiziert. Weitere Ergebnisse der repräsentativen Erhebung: Nach wie vor verfügen nur große Unternehmen mehrheitlich über ein systematisches IT-Sicherheitskonzept und über die Hälfte der Investitionsentscheidungen wird erst getroffen, nachdem es zu einem Sicherheitsvorfall kam. Über 480 Firmen und Organisationen der IT-Sicherheitswirtschaft zeigen vom 18. bis 20. Oktober auf der it-sa in Nürnberg, mit welchen Massnahmen Unternehmen ihre Informationssicherheit
erhöhen können.

Nachdem jüngst bekannt wurde, dass Angreifer Zugriff auf Passwörter für 500 Millionen Nutzerkonten von Yahoo erlangen konnten, ist das Thema
IT-Sicherheit wieder einmal in aller Munde. Allerdings investiert nicht einmal jedes zweite Unternehmen in vorbeugende Massnahmen. Nur 44 Prozent (2015: 45) der befragten Aussteller gaben an, dass bei Kunden Investitionen in die IT-Sicherheit dem proaktiven Aufbau von Schutzmaßnahmen dienen. Demgegenüber sind 56 Prozent (2015: 55) der Investitionsentscheidungen eine Reaktion auf konkrete Sicherheitsvorfälle.

Effekte des IT-Sicherheitsgesetzes

Die mit der Verabschiedung des IT-Sicherheitsgesetzes im Sommer 2015 verbundenen hohen Erwartungen der IT-Sicherheitsanbieter wurden nur teilweise erfüllt. Die Bewertung der tatsächlichen Effekte zeigt, dass die aktuelle Situation dahinter zurücksteht. Während zur it-sa 2015 noch 82 Prozent der Aussteller mit einem positiven oder stark positiven Effekt rechneten, bestätigen dies heute 56 Prozent. Die grössten Nachfragesteigerungen wurden aus dem Finanz- und Versicherungswesen, dem Energiesektor sowie der Informations- und Telekommunikationstechnik verzeichnet, gefolgt vom Gesundheitssektor und der Wasserwirtschaft. 44 Prozent der Aussteller (Erwartung 2015: 17) stellen keinen Effekt durch das IT-Sicherheitsgesetz fest.

Wachsendes Umsatzvolumen und mehr Mitarbeiter

Die meisten Aussteller der it-sa freuen sich über wachsende Umsätze: 16 Prozent (2015: 16) erzielen das Vorjahresniveau, 70 Prozent (65) geben an, dass ihr Umsatzvolumen im Bereich IT-Sicherheit seit der letztjährigen it-sa gewachsen ist, weitere 11 Prozent (18) geben starkes Wachstum zu Protokoll. Mit dieser Entwicklung gehen wachsende Mitarbeiterzahlen einher: 63 Prozent der Aussteller (2015: 57) sind im vergangenen Jahr gewachsen, 9 Prozent (15) gaben starkes Wachstum an, 26 Prozent (23) eine unveränderte Beschäftigungssituation.

Wirtschaftlicher Ausblick ist positiv

Die wirtschaftliche Situation der Branche wird vor der it-sa 2016 noch positiver bewertet als vor der letztjährigen Veranstaltung. 45 Prozent (2015: 29) der
Aussteller erkennen eine stark, 46 Prozent (55) eine leicht steigende Tendenz, 8 Prozent der Aussteller (11) bewerten die wirtschaftliche Situation als gleichbleibend.

IT-Sicherheitskonzept: Die Unternehmensgrösse entscheidet

Als zentraler Schritt für mehr Informationssicherheit gilt die Erstellung eines IT-Sicherheitskonzepts. Während zwei von drei Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern darüber verfügen (2015: 68), liegt die Quote bei Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern nur bei 33 Prozent (36). Dazwischen rangieren mittlere Unternehmen. 50 Prozent der Aussteller (51) gaben an, dass Unternehmen mittlerer Größe ein IT-Sicherheitskonzept verfolgen.

Die ausführlichen Umfrageergebnisse sind abrufbar unter: www.it-sa.de/ausstellerbefragung-2016

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