Hypervernetzte Rechenzentren verstehen

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Wer die Chancen der Zukunft nutzen will, muss hypervernetzte Rechenzentren verstehen

Das öffentliche Internet ist noch lange nicht am Ende. Aber weil Geschwindigkeit und Sicherheit in immer mehr Unternehmen eine Rolle spielen, wächst die Bedeutung der Clouds – und damit auch für den Ort, an dem alles zusammenläuft: das hypervernetzte Rechenzentrum. Nur wer versteht, was hier passiert, kann die Chancen der Zukunft richtig nutzen.

Mit den Serverräumen, die 2017 weltweit noch von rund acht Millionen Unternehmen mitgeschleppt wurden, hat das hypervernetzte Rechenzentrum der Zukunft nicht mehr viel zu tun. Auch die ursprügliche Aufgabe eines Rechenzentrums – Daten verwalten und speichern – ist im hypervernetzten Rechenzentrum nicht mehr die entscheidende Frage. Stattdessen geht es um den Anschluss an die Zukunft. Oder um es technisch zu formulieren: um Connectivity und Interconnection.

Vorreiter der Entwicklung waren Branchen wie die der Finanzdienstleister. Sicherheit und Geschwindigkeit sind hier Pflicht. Darum zog deren IT schon recht früh in Colocation-Rechenzentren um, also in neutrale Rechenzentren, in denen Server ohne Angst vor Downtime laufen. Da die Branche von Vernetzung und Austausch lebt und beides hier unterstützt wurde, entwickelten sich schnell hochgradig spezialisierte Hubs, in denen Vielfalt und Angebot den Markt beflügeln.

Inzwischen passt das Modell Colocation für alle Branchen, in denen Datenströme Geld wert sind. Und so wurde aus dem, was als einfache, externe Lösung für IT-Infrastruktur anfing, die Schaltstelle der Digitalisierung. Das hypervernetzte Rechenzentrum von heute bietet: Zugang zu allen wichtigen Clouds und Carriern, zu allen grossen oder spezialisierten Service Providern, zu den Internetknoten dieser Welt und zu stetig wachsenden Ökosystemen aus allen Partnern, Zulieferern, Marktteilnehmern… Und das alles Anbieter-neutral, bei planbaren Kosten und mit verlässlichen SLAs.

Moderne Unternehmen kennen keine Grenzen

Moderne Unternehmen denken über ihr Werksgelände hinaus und eine moderne Netzwerkinfrastruktur kennt keine Grenzen im Sinne eines Wide Area Networks. Damit hat die Cloud, besser gesagt: damit haben die Clouds Schluss gemacht. Ein Netzwerk ist heute hybrid und es beschränkt sich nicht auf eine Cloud. Das hypervernetzte Rechenzentrum ist der Ort, an dem die private mit der öffentlichen IT-Infrastruktur und mit den Clouds verschmilzt.

Das hypervernetzte Rechenzentrum ist damit schon heute das ideale Zuhause für alle Unternehmen, in denen die Digitalisierung ein Thema ist. Der Boom bei Colocation-Anbietern ist ein Beweis dafür. Ein anderer ist die schwindende Bedeutung von inhouse verwalteten Rechenzentren.

Services einfach nur bereitzustellen, reicht nicht mehr

Die nächsten Schritte der Digitalisierung machen das hypervernetzte Rechenzentrum noch wichtiger. Online wird immer bedeutender, aber Services einfach nur anzubieten, genügt längst nicht mehr. Sie müssen zügig laufen, auch bei sprunghaft ansteigender Nachfrage wie während eines Sportevents. Sie müssen immer verfügbar sein, auch wenn beispielsweise das öffentliche Stromnetz einen Aussetzer hat.

Und sie müssen sicher sein

Was Sicherheit wert ist, wissen nicht nur Anbieter der Finanzbranche. Sicherheit wird – in Abstufungen, auf die im Colocation-Rechenzentrum präzise definiert eingegangen wird – in jedem Unternehmen ernst genommen. Das gilt vor allem auch im Hinblick auf Entwicklungen wie das Internet der Dinge, bei denen es ja nicht nur um smarte Raumbeleuchtung geht, sondern um fundamentale Fragen des öffentlichen Verkehrs, die Bereitstellung städtischer Dienstleistungen oder die ärztlichen Versorgung. Nichts davon funktioniert ohne digitale Infrastruktur, ohne Clouds oder ohne hypervernetzte Rechenzentren. Unternehmen, die das verstanden haben und ihr IT entsprechend ausrichten, haben beste Voraussetzungen, künftige Chancen zu nutzen.

Autor:
Jelle Frank
van der Zwet, Director Cloud & IT Service Providers

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