Wo hyperkonvergente Infrastruktur perfekt ihre Stärken ausspielt

Eine Menge an Defiziten in der Unternehmens-IT beheben hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI), die Server, Speicher, Virtualisierung hoch automatisiert in einem System vereinen.

Die zweite Generation der HCIs ist für den breiten Einsatz im Rechenzentrum interessant – und damit auch für Kernanwendungen in allen Branchen. Dennoch gibt es fünf Anwendungsszenarien, in denen sich moderne HCIs besonders bewähren:

1. Virtuelle Desktops

Viele Unternehmen setzen heute auf eine virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI). Die IT-Abteilung kann damit Arbeitsplätze von einer zentralen Konsole aus einrichten und einzelnen Mitarbeitern die Ressourcen zuweisen, die sie benötigen. Eine VDI-Umgebung muss sehr gut skalierbar sein – z.B., um neue Mitarbeiter schnell hinzuzufügen. Damit ist sie ein klassisches Anwendungsbeispiel für eine HCI. Um keine darauf beschränkte Infrastrukturinsel zu züchten, und weitere Anwendungen sicher auf der HCI-Plattform konsolidieren zu können, ist ein zuverlässiges Performance-Management unabdingbar. Quality of Service (QoS) gewährleistet garantierte Performance, sodass auch regelmässig auftretende Lastspitzen sicher abgefedert werden können.

2. SQL- und NoSQL-Datenbanken

SQL- und NoSQL-Datenbanken stellen hohe Anforderungen an Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit und Performance. Die flexible Skalierbarkeit von Rechen- und Speicherressourcen einer HCI ermöglicht maximale Utilisierung bei hoher Konsolidierung. Alle Ressourcen sind virtualisiert, sodass Administratoren Server- und Storage-Ressourcen flexibel zuweisen können.

“IT-Ressourcen müssen heute flexibel, agil sowie automatisiert zur Verfügung stehen.”

3. Remote-Standorte

Dezentrale Unternehmensstandorte benötigen mitunter lokale IT-Dienste. In dem Fall bieten sich HCI-Systeme oftmals an, da sie alle nötigen Rechenzentrumskomponenten kompakt in einem System vereinen und sich diese über eine zentrale Konsole einfach verwalten lassen.

4. Agile Software-Entwicklung und DevOps

In der Softwareentwicklung geht es darum, Prozesse zu automatisieren, um kürzere Release-Zyklen zu erreichen. Ressourcen und Dienste sollen schnell und selbstständig provisioniert werden können. Die Lösung dafür ist Infrastructure as a Service (IaaS) über ein Self-Service-Portal. Alternativ Infrastructure as a Code: Hier können Infrastrukturressourcen direkt über APIs – im Rahmen der zugeteilten Limits – bezogen werden. Anwendungsentwicklung wird somit deutlich vereinfacht und beschleunigt.

5. Edge Computing und IoT

Im Rahmen von Industrie 4.0 und IoT setzen viele Unternehmen Edge Computing ein. Sie benötigen ein System, das sowohl Rechenleistung als auch Speicher bietet und sich mit wenig Aufwand in Betrieb nehmen und managen lässt. Zudem sollten die Daten von der Edge-Plattform problemlos in einen Cloud-Speicher übertragbar sein

Bedarfsgerecht skalieren

Wenn Unternehmen ihre IT-Bereitstellungsprozesse und -Infrastrukturen nicht modernisieren, drohen ihre Digitalprojekte zu scheitern. Voraussetzung ist Flexibilität, einfaches Management, Automatisierung und Skalierbarkeit. Genau hier setzt z.B. die NetApp HCI-Lösung an. Sie wurde für den performanten und automatisierten Betrieb einer Vielzahl von Kernanwendungen im Rechenzentrum konzipiert. Da Rechen- und Speicherressourcen der hochintegrierten Systeme unabhängig voneinander skalierbar sind, passt sich die Lösung flexibel den dynamischen Anforderungen an und vermeidet starre Überprovisionierung sowie Lizenzkosten. Durch die QoS-Funktionalität stellt die Lösung eine hohe Konsolidierung mit einfachem Betrieb sicher.

Autor: Johannes Wagmüller ist Director Solutions Engineering, Germany, bei NetApp (Quelle: NetApp)

Lesen Sie mehr in der September Ausgabe 2018 des Professional-Computing

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