Rechenzentrum Ostschweiz offiziell eröffnet

Am 30. Mai 2018 war es soweit. Das Rechenzentrum Ostschweiz feierte offiziell seine Eröffnung. Geladene Gäste konnten an diesem Tag das Rechenzentrum besichtigen, sich mit Experten austauschen sowie Lieferanten und erste Kunden kennenlernen.

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Am offiziellen Eröffnungsakt hielt David Bosshart vom Gottlieb Duttweiler Institut die Keynote. Im anschliessenden Podiumsgespräch kamen, vertreten durch SAK Verwaltungsrat Beat Jud und St. Galler Stadtrat Peter Jans, die Mutterhäuser der Rechenzentrum Ostschweiz AG, die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG sowie die St. Galler Stadtwerke zu Wort. Kurt Weigelt, Direktor der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell sowie Reto Rutz, Vorstandsmitglied des Vereins IT St. Gallen «IT rockt!», brachten die Sicht der Ostschweizer Unternehmen in das Gespräch ein. Christoph Baumgärtner, frischgebackener CEO der Rechenzentrum Ostschweiz AG, Ladislav Hes, CEO vom Generalplaner Datasign und Marco Bacchi, Architekt von Domenig Architekten, vermittelten Informationen zum Projekt.

Wer sich auf eine der angebotenen Führungen durch das Rechenzentrum begab, wurde an zehn Stationen mit der beeindruckenden Technologie und einigen Superlativen vertraut
gemacht.

Erwähnenswert

Sicherheit und Brandschutz

Das Rechenzentrum ist ein hochsicherer Datentresor mit Sicherheit und Verfügbarkeit auf Bankenniveau (TIER IV). Erwähnenswert sind dabei die biometrische Zugangsregelung über Venenscanner, die Vereinzelungsanlage, die Hochsicherheitstüren, die dreifach redundante Kommandozentrale, das schusssichere Glas, die Vibrationssensorik des Gebäudes sowie die vollständige Kameraüberwachung im und um den Bau.

Für den Brandschutz in den Serverräumlichkeiten steht eine bedarfsgesteuerte Stickstoff-Inertgas-Brandschutzanlage zur Verfügung. Sie sorgt im Fall eines Brandes dafür, dass den Räumlichkeiten der Sauerstoff soweit entzogen wird, dass die Flammen ersticken. Dabei wird der Sauerstoffgehalt schrittweise bis 10,8 % abgesenkt. Dies entspricht dem Sauerstoffgehalt auf dem Mount Everest.

Die Brandschutzanlage befindet sich im Untergeschoss des Rechenzentrums. Hier befinden sich unter anderem auch die Notstromversorgung sowie die Anlage für den Wärmeaustausch mit der benachbarten Käserei und weiteren Abnehmern.

Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit der Server wird durch eine komplett redundante Kommunikations- und Stromversorgung sichergestellt. Die Notstromversorgung über Flywheels und riesige Dieselmotoren wird dann benötigt, wenn beide Stromkreise A und B ausfallen. Dabei überbrückt das Flywheel die Stromversorgung bis der vorgewärmte Dieselgenerator übernimmt.

Energieeffizienz

Adiabatische Kühlung und Wärmekraftwerk

Die Kühlgeräte sind in einer Technikspange seitlich an den Flächen des Rechenzentrums angeordnet. Die Geräte beziehen die nötige Kühlluft über Fassadenöffnungen und führen diese über entsprechende Kreuzstromwärmetauscher, damit die Luft des Rechenzentrums nicht mit Schmutzstoffen aus der Umgebungsluft belastet wird. Bei warmen Wetter wird im Aussenluftkreislauf zusätzlich Wasser aus einer Regen- und Grundwasseranlage versprüht. Dafür steht ein Tagestank mit 25 000 Litern sowie ein weiterer Tank mit 425 000 Litern Wasser zur Verfügung. Beide Tanks werden vom Regenwasser auf den Dächern des Rechenzentrums und der benachbarten Käserei gespeist. Durch das Versprühen von Wasser wird auch an heissen Tagen die nötige Kühlleistung generiert. Man nennt dies adiabatische Kühlung.

Die Abwärme wird zu Heizzwecken genutzt. Es besteht ein Nahwärmenetz mit der benachbarten Berg-Käserei Gais, das weiter ausgebaut wird.

Solarkraftwerk

Das Rechenzentrum ist mit 1063 Photovoltaik Elementen auf Dach und Fassade verkleidet. Die Verkleidung verleiht dem Gebäude zusätzlich zu der Form sein futuristisches Aussehen. Sie ist von hohem energetischem Wert, produziert sie doch Energie, die rund 50 Einfamilienhäuser versorgen könnte. Diese Energie wird komplett im Rechenzentrum genutzt.

Der weitere Strombedarf wird mit nachhaltigem naturmade Strom gedeckt. Das Rechenzentrum ist durch und durch auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgelegt. All diese Massnahmen von der adiabatischen Kühlung über die Wärmenutzung bis hin zur Gewinnung von Strom über die Solaranlage tragen dazu bei, dass das Rechenzentrum Ostschweiz, das energieeffizienteste Rechenzentrum der Schweiz ist.

Angebot

Das Angebot des Rechenzentrum Ostschweiz reicht vom Gesamtpaket mit einem Drittelrack für KMU über das Mieten von einzelnen Racks und eingezäunten Rackgruppen bis hin zur Miete von Fläche. Die beiden Serverräume bieten jeweils eine Fläche von 450 m2. Insgesamt stehen also 900 m2 an Serverräumlichkeiten zur Verfügung, in denen insgesamt 300 Racks Platz finden.

Tagesbetrieb

Bereits im Januar hat das Rechenzentrum den Betrieb aufgenommen. Mittlerweile sind bereits zehn Kunden im Ostschweizer Datentresor eingemietet. Weitere Kunden folgen. Sollte in der Ostschweiz zusätzlicher Rechenzentrumsbedarf bestehen, liegen die Pläne für ein zweites Rechenzentrum in der Stadt St. Gallen bereits vor.

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Weitere Informationen:
Rechenzentrum Ostschweiz AG
Telefon 071 571 96 96
E-Mail info@rzoag.ch
www.rechenzentrum-ostschweiz.ch

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