Praxisintegriertes Bachelor-Studium Informatik der FFHS wird weitergeführt

Im Rahmen eines Pilotprojekts bietet die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) seit 2015 ein praxisintegriertes Bachelor-Studium (PiBS) in Informatik an. Dieses wird um weitere fünf Jahre verlängert – so der Bundesratsentscheid vom 26. Februar. Mit dem Pilotprojekt sollen einerseits die Praxisorientierung der Studierenden gefördert und andererseits dem Fachkräftemangel in den technisch-naturwissenschaftlichen Berufen entgegengewirkt werden.

Der Bundesrat hat beschlossen, das Pilotprojekt der PiBS-Studiengänge bis und mit dem Startjahrgang 2025 weiterzuführen und im Jahr 2023 in einer Wirkungsanalyse zu prüfen. Die praxisintegrierten Studiengänge werden im Rahmen eines Massnahmenpakets der Fachkräfteinitiative in den MINT-Berufen an vier von acht Fachhochschulen der Schweiz durchgeführt. Sie richten sich an gymnasiale Maturanden, die einen Hochschulabschluss und gleichzeitig Praxiserfahrung erwerben möchten. Die FFHS bietet das PiBS-Studienmodell für den Fachbereich Informatik an und arbeitet dabei mit KMU und Grossunternehmen wie der Schweizerischen Post und Swisscom als Praxispartner zusammen.

Hoher Praxisbezug

Sowohl die Praxispartner als auch die Studierenden und Dozierenden heben den hohen Praxisbezug als Vorteil dieses Studienmodells hervor. Dies wurde im Rahmen einer unabhängigen Befragung des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich erhoben. Die Universität Zürich attestiert denn auch die Funktionsfähigkeit und Akzeptanz des Studienmodells und hat in einem Gutachten die Empfehlung abgegeben, das Studienmodell weiterzuführen und weiterzuentwickeln.

Die Beteiligten der Fernfachhochschule freuen sich über den Entscheid des Bundesrats und setzen vereinte Kräfte ein, um das praxisintegrierte Bachelorstudium in Informatik weiter zu optimieren. «In den letzten fünf Jahren konnten wir über 20 Firmen als Praxispartner gewinnen. Dies zeigt die hohe Relevanz für die Wirtschaft, die dem zukünftigen Mangel an IT-Spezialisten bereits jetzt entgegenwirken muss.», so Anja Bouron, Projektverantwortliche PiBS an der FFHS.

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