Klare Aussichten: Verschwindet die Cloud aus der IT-Sprache?

Mit dem technologischen Fortschritt treten immer wieder neue Begriffe in unseren Alltag. Oft verschwinden diese aber auch genauso schnell wieder – etwa dann, wenn eine bestimmte Entwicklung zum Standard geworden ist. So erging es dem Foto-Handy, seit fast jeder ein Smartphone hat, das selbstverständlich über eine Kamera verfügt, ist dieser Begriff aus dem Sprachgebrauch verschwunden. Ähnlich könnte es auch der Cloud ergehen. Noch vor wenigen Jahren war sie ein revolutionäres Konzept. Doch heute sind die Online-Speicher fest im Berufs- und Privatleben verankert. Daneben existieren aber immer noch althergebrachte On-Premise-Speicher, schon bald könnte die Cloud jedoch so selbstverständlich werden, dass der Begriff verschwindet.

Je dominanter die Cloud, desto unnötiger ein eigener Begriff? 

Laut einer aktuellen Studie[1], die Censuswide im Auftrag von Citrix durchführte, glaubt die grosse Mehrheit der befragten CIOs (83,5 Prozent), dass die Cloud-Nutzung entscheidend zum Erfolg ihrer Unternehmen beiträgt. Allerdings sind auch 22,6 Prozent der IT-Verantwortlichen überzeugt, dass der Begriff „Cloud“ bis 2025 keine Rolle mehr im allgemeinen Sprachgebrauch spielen wird. Die befragten Deutschen glauben, dies wird geschehen, weil die Cloud so selbstverständlich wird, dass man keinen eigenen Begriff mehr braucht.

Parallel zu den IT-Entscheidern wurden für die Citrix-Studie auch Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren befragt. Zwei Drittel dieser Altersgruppe halten Back-ups von Daten und Fotos für wichtig. Über die Hälfte von ihnen sagt dasselbe auch über Online-Speicherlösungen. Allerdings kennt mit 34,4 Prozent nur ein starkes Drittel der jungen Leute den Cloud-Begriff an sich. Daran zeigt sich, die junge Generation nutzt die Cloud-Technologie ganz selbstverständlich ohne einen speziellen Begriff dafür zu benötigen.

Noch leben wir in einer hybriden Welt 

Der tatsächliche Einsatz der Cloud entspricht noch nicht ihrer wahrgenommenen Relevanz. Nur 44,7 Prozent der befragten deutschen Unternehmen speichern zurzeit mehr als die Hälfte ihrer Daten in der Cloud. In Frankreich sind es 51 Prozent und in Grossbritannien lediglich 38 Prozent. Unternehmen haben vor allem noch Bedenken bezüglich der Sicherheit. Hybride Infrastrukturen werden dagegen als sicherer angesehen. So denken nur 17 Prozent der deutschen IT-Entscheider, dass hybride Strukturen für sensible Daten ungeeignet seien, bei reinen Public Clouds sind es mit 30 Prozent deutlich mehr.

In der aktuellen Transformationsphase entstehen durch hybride Cloud-Strukturen sehr komplexe Systeme. Unternehmen haben die wegweisende Bedeutung der Cloud aber erkannt und bereiten sich mit dezidierten Cloud-Strategien darauf vor.

[i] Das unabhängige Marktforschungsinstitut Censuswide führte eine Online-Befragung unter 3.250 IT-Entscheidern aus Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern durch. Von den Teilnehmern stammen je 1.000 aus Deutschland und Frankreich, 750 aus dem Vereinigten Königreich und 500 aus den Niederlanden. Außerdem befragte das Institut zeitgleich 3.500 Jugendliche aus denselben Ländern.

[1] Das unabhängige Marktforschungsinstitut Censuswide führte eine Online-Befragung unter 3250 IT-Entscheidern aus Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern durch. Von den Teilnehmern stammen je 1000 aus Deutschland und Frankreich, 750 aus dem Vereinigten Königreich und 500 aus den Niederlanden. Außerdem befragte das Institut zeitgleich 3500 Jugendliche aus denselben Ländern.

Autor:

Steve Mayer, Country Manager Schweiz, Citrix
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