IOT-Anwendungen in hybriden IT-Umgebungen erfolgreich managen

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Autor: Patrick Hubbard, Head Geek™ bei SolarWinds®

Nachdem Technikexperten ihre Unternehmen erfolgreich durch Zeiten technologischen Wandels führen, ist Komplexität für sie nichts Neues mehr – im Gegenteil. Doch die jüngsten Veränderungen an Tools und Technologien passen nicht in vertraute Muster. Viele Unternehmen erleben, dass die hybride IT deutlich komplexer ist, als manche Spezialisten behaupten. Auch das hype-artige Interesse von Führungskräften an aufstrebenden Technologien wie KI hat reale und vermeintliche Qualifikationslücken erzeugt, die Kommunikation und Taktik schwieriger gestalten. Der SolarWinds „IT Trends Report 2019: Das Know-how der Technikexperten von morgen“ zeigt auf, welche neuen Bereiche Technikexperten in Deutschland Kopfzerbrechen bereiten und welche verbreiteten Technologien aus der jüngsten Vergangenheit für sie noch immer hohe Priorität haben.

Zu den wichtigsten Technologien für die Transformation von Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren gehören den befragten Technikexperten zufolge Cloud und/oder hybride IT (71 Prozent) sowie das Internet der Dinge (44 Prozent). Diese Bereiche empfinden sie auch für ihre Karriere als besonders wichtig.

Zu den grössten Herausforderungen durch die hybride IT gehört der Mangel an Kontrolle und Transparenz über die Performance cloudbasierter Anwendungen und Infrastrukturen. Ein Problem, das durch IoT-Geräte weiter verschärft wird: IoT-Geräte sind mit Cloud-Back-Ends, Edge-Endpunkten und traditionellen Rechenzentren verbunden.

Verteilte Workloads im Allgemeinen und IoT-Geräte im Speziellen führen zu neuen Problemen bei der Kontrolle und Transparenz, die nur mühsam behoben werden können. Jeder Verlust an Transparenz kann schwerwiegende Folgen haben, die von Netzwerkproblemen über Anwendungsausfallzeiten bis hin zur Unzufriedenheit der Benutzer reichen. Fehlende Einblicke in die Firewall-Leistung können beispielsweise die Bereitstellung kritischer Unternehmensdienste einschliesslich der Konnektivität zwischen Standorten verhindern, was das Risiko von Ausfallzeiten erhöht.

Doch indem Technikexperten IoT-Anwendungsfälle in hybriden IT-Umgebungen analysieren und aus ihnen lernen, können sie die Komplexität in den Griff bekommen und Transparenz über die Firewall hinaus erlangen. So gelingt es ihnen, die Annäherung von IoT und hybrider IT erfolgreicher zu managen. Was sind also die speziellen Herausforderungen, auf die sich Technikexperten vorbereiten sollten?

Neue Eindringlinge

Bei der gewerblichen IoT-Nutzung werden Produktionsausrüstung, Immobilien und sogar Mitarbeiter mit vernetzten Geräten ausgestattet, die riesige neue Datenströme in das Rechenzentrum des Unternehmens leiten. Durch diese enormen Mengen an lokal generierten Daten steigt die Komplexität für Technikexperten, während Unternehmen erwarten, aus den neu gewonnenen Daten in kurzer Zeit Einblicke zu gewinnen, die ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. IT-Verantwortliche sollen diese neuen Daten nicht nur verwalten, sondern auch auf neue Weise und in grossem Massstab verstehen und analysieren. Verarbeitung, Speicherung und Sicherung sind dabei genauso vonnöten wie die Analyse und Transformation von Datenströmen.

Die durch hybride IT entstehenden Sicherheitsherausforderungen stellen ein weiteres bekanntes Problem dar. Dazu kommen neue Anforderungen an die Berichterstellung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, denn schliesslich werden nun eine Menge Daten zwischen dem Internet und Unternehmensnetzwerken und -rechenzentren übertragen.

Dunkle Wolken: Keine freie Sicht in der Cloud

Wenn sich das Back-End der unternehmenseigenen IoT-Infrastruktur in der Public Cloud befindet, stehen Technikexperten vor weiteren Herausforderungen. Die Umfrageergebnisse des IT Trends Reports 2019 weisen darauf hin, dass es nicht ausreicht, herkömmliche Vorgehensweisen einfach auf ein neues Rechenzentrumsmodell auszuweiten.

Es ist schwer möglich, die Signale von Millionen von verteilten Geräten, neuen cloud-nativen Datenbanken, Analysetools und Berichtssystemen mit traditionellen Methoden im Blick zu behalten, die für monolithische Anwendungen vor Ort gedacht waren. Umso wichtiger werden cloudspezifische Überwachungstools.

Bei der Verwaltung cloudbasierter IoT-Implementierungen ist eine vollständige End-to-End-Transparenz von grundlegender Bedeutung. Oft ist dies jedoch nur unter Schwierigkeiten möglich, da der Datenverkehr häufig ausserhalb der Firewall stattfindet. Technikexperten müssen über die Hardware-Integrität und -Leistung hinaus Einblick in den gesamten Netzwerkpfad erhalten.

Dazu sind Tools erforderlich, die Cloud-Infrastrukturen und cloudbasierte Anwendungskomponenten überwachen und über die Firewall hinaus Transparenz schaffen.

IoT-Komplexität und Transparenz verwalten

Angesichts der Herausforderungen durch cloudbasierte und lokale IoT-Implementierungen können Technikexperten einige bewährte Massnahmen nutzen, um über die Firewall hinaus Einblicke zu gewinnen und die Komplexität ihrer hybriden IT-Umgebung zu reduzieren:

Eine zentrale Übersicht schaffen

Eine effiziente Fehlerbehebung über die Grenzen der hybriden IT hinweg sorgt dafür, dass Leistungs- und Konfigurationsprobleme schneller erkannt und behoben werden und nicht die Bereitstellung von Diensten beeinträchtigen. Leider ist das nicht immer so einfach. Technikexperten sind beispielsweise schon seit Jahren in der Lage, kritische Probleme zwischen Netzwerkdiensten und Firewalls zu identifizieren. Angesichts der Grösse und der schnellen Veränderung von IoT-Netzwerken ist eine manuelle Fehlerbehebung jedoch unmöglich: Es gibt einfach zu wenig Administratoren auf dieser Welt, um all diese Geräte individuell über Befehlszeilen zu verwalten. Noch schlimmer: Manuelle Methoden sind immer fehleranfällig, und die Auswirkungen solcher Fehler würden somit vervielfacht. Der IT Trends Report 2019 zeigte ein grosses Interesse vieler Befragter sowohl an neuen Tools als auch an besseren Schulungen, um das Internet der Dinge in hybriden IT-Organisationen erfolgreich zu managen. Die Teilnehmer suchten aktiv nach Lösungen für die automatisierte Überwachung, Verwaltung und Fehlerbehebung.

Mithilfe von Tools, die eine umgebungsübergreifende Transparenz und Einblicke ins Netzwerk bieten, kann die Leistung für den Endbenutzer erfolgreich verbessert werden. Egal ob es darum geht, den Status von VPN-Tunneln einzusehen, um die Konnektivität zwischen Standorten sicherzustellen, oder die Verfügbarkeit, Integrität und Bereitschaft von Firewalls zu überwachen: Eine zentrale Übersicht ermöglicht es gestressten Teams, wieder effizienter zu arbeiten.

Freude an Daten gewinnen

Den Ergebnissen des IT Trends Reports 2019 zufolge wünschen sich Technikexperten ein besseres Verständnis von Bereichen wie der Data Science. Wir wissen, wie gross das Potential der Daten ist, und Technikexperten sollten sich die Zeit nehmen, die Daten aus ihrem Betrieb und der hybriden IT wirklich zu kennen und mit ihnen zu experimentieren. Ein aktiv genutztes Interesse an der Data Science führt zu neuen Erkenntnissen und befähigt dazu, IoT-bezogene Probleme besser zu identifizieren.

Doch auch wenn die Data Science langsam Einzug in die IT-Umgebungen hält, sollten die Technikexperten von heute nicht erwarten, über Nacht zu Datenwissenschaftlern zu werden. Ein gewisses Bewusstsein für Data Science-Techniken wird immer wichtiger, zumal mehr und mehr Anbieter zu branchenweiten Standards beitragen. Dabei sollten Technikexperten jedoch nicht das Gefühl haben, sie müssten eine Plattform, eine Strategie oder ein Framework für ihr Unternehmen durchsetzen.

Weiterbildung zur Priorität machen

Moderne IT-Umgebungen ändern sich so rapide, dass die Technikexperten von heute regelmässig einer überwältigenden Zahl an aufstrebenden Technologien gegenüberstehen, die sie testen, beherrschen und übernehmen sollen. Es ist keine einfache Aufgabe, sich in allen führenden Bereichen – von der Sicherheit, der hybriden IT, dem IoT über die Data Science bis hin zu Quantencomputern – entsprechend weiterzubilden, zumal Technikexperten eigenen Angaben zufolge häufig bereits über zu wenig Zeit und Ressourcen verfügen. Technikexperten sollten die Entwicklung neuer Fähigkeiten strategisch angehen und notwendige Schulungen danach priorisieren, welche Anforderungen der tägliche Betrieb und ihre IT-Umgebungen stellen und welche Qualifikationen ihre Karriere vorantreiben können.

Die hybride IT ein fester Bestandteil des IT-Lebens – auch wenn viele Anbieter sie als temporäres Phänomen bezeichnen. Und sie wird voraussichtlich auch in Zukunft komplex bleiben. Doch je besser Technikexperten für den Umgang mit ihr gerüstet sind, desto einfacher wird deren Verwaltung. Technikexperten, die ihre Umgebungen durch eine Kombination aus Schulungen, Überwachung und einem datenorientierten Ansatz verbessern, haben nichts zu befürchten – unabhängig davon, wie sie das Internet der Dinge nutzen. Wer eine umfassende Transparenz über die Firewall hinaus erlangt, kann von zwei der grössten IT-Schwerpunktbereiche optimal profitieren.

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