In 3 Schritten: Videoüberwachung für kleine Budgets

Hauptanforderungen an Videoüberwachungssysteme für Unternehmen sind Flexibilität, Skalierbarkeit und der Preis. Eine effektive Lösung bieten hier IP-basierte Systeme.

Schritt 1: Netzwerkinfrastruktur

Handelt es sich um neuere Gebäude, ist häufig eine leistungsstarke Netzwerkinfrastruktur vorhanden. Hier ist der Einsatz von Netzwerkkameras, die den PoE-Standard unterstützen, optimal. PoE-Switches können die Kameras datentechnisch vernetzen und liefern über das Standard-Netzwerkkabel gleichzeitig Strom. Ist in Gebäuden eine komplette Verkabelung bautechnisch unmöglich oder finanziell ineffizient, bieten Kameras mit integriertem WLAN eine praktische Lösung. Langfristig lohnt sich hier der Einsatz von speziellen Access Points, die bei Unterstützung der Standards IEEE 802.11n oder IEEE 802.11ac Strecken von bis zu 1000 Meter überbrücken können und eine bessere Signalstärke als die WLAN-Module der Kameras besitzen. Im Bridge-Modus werden hier die Kameras per Ethernet-Kabel angeschlossen und sind bei Bedarf jederzeit austauschbar.

Schritt 2: Auswahl der Kameras

Der Ort der Kameras entscheidet meistens auch über den Kameratyp, der zum Einsatz kommen soll. Sind für Aussenbereiche Witterungsbeständigkeit, ein hoher Temperaturbereich und Vandalismusbeständigkeit wichtig, kommt es bei Innenbereichen häufig auf eine dezente Gehäuseform an. Im deutschsprachigen Raum sind vor allem die Gehäuseformen Kuppelkamera («Dome») und Bulletkamera (Form einer Patrone) gefragt.

Was zu beachten ist: Neben der Auflösung sind Merkmale wie das Objektiv mit dessen Brennweite und horizontalem Blickbereich, integrierte Infrarot-LEDs für gute Nachtsicht sowie Funktionen wie Wide Dynamic Range (WDR) für eine Kompensation von extremen Lichtverhältnissen mindestens genauso wichtig. Nicht immer ist eine ultrahohe Auflösung von Vorteil. Denn: Je höher die Auflösung der Kamera, desto grösser sind die Anforderungen an die Speicherlösung – beispielsweise an einen Netzwerk Video Rekorder (NVR).

Schritt 3: Kamerafunktionen

Netzwerkkameras bieten vielfältige Möglichkeiten, die Nutzer bei Ereignissen zu alarmieren oder einen Fernzugriff zu ermöglichen: Nimmt die Kamera etwas wahr, verschickt sie bei integrierter Bewegungserkennung eine Alarmierungs-Email. Zusätzlich ist es möglich, das Ereignis akustisch oder optisch auf dem Rekorder kenntlich zu machen. Für einen Fernzugriff auf die Live-Bilder der Kameras und die Aufzeichnungen des Rekorders ist eine gut gepflegte App für die Smartphone-Betriebssysteme Android und iOS unerlässlich.

Investition

Eine kleinere Lösung mit vier hochauflösenden Kameras, einem PoE-Switch und Rekorder inkl. Festplatte ist bereits für einen Geräteeinkaufspreis von unter 1200 Schweizer Franken umsetzbar. Grössere Endkunden können zunächst mit einer kleineren Lösung starten, welche ihnen die Möglichkeit einer Erweiterung bietet.

Autor: Robert Rudolph, D-Link Deutschland GmbH, Schwalbacher Strasse 74, D-65760 Eschborn

Ansprechpartner Secomp Schweiz:
Secomp AG
Luisito Echave
Tel: +41 44 511 87 00
netzwerk@secomp.ch

Weitere Informationen:
www.dlink.com

Download (PDF, 671KB)

Share this...
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter