ESET Security-Analyse: Die grössten Windows-Schwachstellen 2015

Abbildung2_Schwachstellen_Vergleich_2014-15

 

 

Abbildung1_Schwachstellen_IE_Edge

IE 7 bis 10: Support-Ende birgt neue Gefahren

Die Analyse von ESET zeigt, dass der Microsoft Internet Explorer (IE) im Jahr 2015 mit Abstand die meisten Sicherheitslücken aufwies, wohingegen der neue Microsoft Edge-Browser in Windows 10 und Google Chrome mit wegweisenden Sicherheits-Features glänzen. Seit dem 12. Januar leistet Microsoft zudem keinen Support mehr für die Internet Explorer-Versionen 7 bis 10. Dies sollte für Nutzer dieser Versionen Motivation genug sein, um auf eine neuere Version des Browsers – oder gar einen alternativen Browser wie Chrome, Opera oder Firefox – umzusteigen.

Weiter zeigt die Analyse von ESET, dass neben den Lücken im Internet Explorer auch zahlreiche andere Windows-Komponenten von Microsoft im vergangenen Jahr durch Patches gefixt wurden. Dabei auffällig: die Anzahl der gepatchten Komponenten stieg im Vergleich zu 2014 im Jahr 2015 bei den meisten Komponenten (Windows GUI / win32k.sys, Kernel-Mode-Treiber / KM, Windows User Mode-Komponenten / Windows UMC, Office) deutlich an und blieb lediglich bei .NET und dem Internet Explorer weitgehend stabil. Angriffe auf KM-Treiber und Windows GUI (win32k.sys) werden von Angreifern in der Regel dazu genutzt, um privilegierte Systemzugriffsrechte zu erlangen und sind dadurch besonders kritisch einzustufen. Der Grund: Mit diesen tiefgreifenden Rechten kann Schadcode aus der Ferne und im Kernel-Modus ausgeführt werden. Dies kann zur vollständigen Kontrolle über alle Ressourcen eines Rechners sowie über Teile des Hauptspeichers führen.

Der vollständige Report «ESET Windows Exploitation in 2015» steht auf dem ESET Security-Blog WeLiveSecurity zum Download bereit. Darin finden sich weitere bedeutsame Schwachstellen aus dem Jahr 2015 sowie detaillierte Einblicke in die wirkungsvollen Absicherungs-Methoden von Google Chrome und Microsoft Edge. Ebenso liefert ESET eine Analyse der letztjährigen Aktivitäten der kommerziellen «Hacking Team»-Cybergruppe, die zahlreiche zahlende Staaten und Geheimdienste mit exklusiven Hintergründen zu aktuellen Zero-Day-Lücken versorgt.

Link zum Report

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