5 Trends, die unsere Arbeit 2021 verändern werden

Als die globale Pandemie die Arbeitswelt erschütterte und Beschäftigte aus dem Büro nach Hause drängte, wandte sich die Aufmerksamkeit der Unternehmen auf ihre Technologie. Die IT-Abteilungen unternahmen alles, um die Menschen zu motivieren und ihnen produktives Arbeiten zu ermöglichen. Trends der digitalen Transformation beschleunigten sich nochmals und hielten die Geschäfte am Laufen. Und die Weichen für weitere radikale Veränderungen sind für das kommende Jahr bereits gestellt. Was können wir erwarten? Citrix präsentiert fünf Technologie-Trends für das neue Jahr:

  1. Arbeit wird einheitlicher

Als Verbraucher können wir heute alles, vom Einkaufen über Bankgeschäfte bis hin zu sozialen Kontakten, mit grösserer Geschwindigkeit und Effizienz erledigen als je zuvor. Aber wenn es um die Arbeit geht, gestaltete sich die Sache bislang deutlich komplizierter. Während eines typischen Tages nutzte der durchschnittliche Angestellte mehr als ein Dutzend Anwendungen – oft vier oder mehr – für eine einzige Aufgabe. Dies wird sich 2021 ändern, wenn fortschrittliche Unternehmen zu digitalen Arbeitsplatztechnologien wechseln. Sie ersetzen eine Arbeitsweise, die von Ablenkungen, Kontextwechseln und Komplexität geprägt ist, durch einfachere Prozesse, die Innovationen freisetzen, Mitarbeiter einbinden und zu besseren Geschäftsergebnissen führen. Micro-App-Technologie kann beispielsweise den Zugriff auf alle Tools, Aktivitäten und Aufgaben, die Mitarbeiter zur Erledigung ihrer Arbeit benötigen, in einem einfachen, vereinheitlichten Arbeits-Feed zusammenfassen.

  1. Virtuelle Desktops ersetzen VPN

Bedingt durch die Umstellung auf Home Office haben viele Unternehmen ihre Mitarbeiter in aller Eile mit VPN-Lösungen (Virtual Private Network) ausgestattet, die eine schnelle Verbindung zu den Unternehmenssystemen ermöglichen. Doch inzwischen werden die Grenzen dieser Angebote deutlich. Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage unter mehr als 2.000 US-Mitarbeitern, die remote arbeiten, bieten die VPN-basierten Angebote „geringe Performance“ und „nicht den erforderlichen Zugriff auf Anwendungen, die zur Erledigung der Arbeit benötigt werden“. In weiteren Studien wurden Sicherheits- und Datenschutzbedenken offensichtlich. 2021 werden Unternehmen daher verstärkt von der VPN-Technologie zu einer virtuellen Desktop-Infrastruktur (VDI) wechseln. Diese sicherere und zuverlässigere Alternative bietet Mitarbeitern auch bei der Remote-Arbeit die gewohnte Arbeitsoberfläche mit leistungsfähiger Funktionalität, einschliesslich des Zugriffs auf alle erforderlichen Apps, Informationen und Ressourcen, um möglichst effizient zu arbeiten.

  1. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen machen die Arbeit intelligenter

Roboter werden den Menschen nicht ersetzen, aber sie werden uns produktiver und effizienter machen. Mehr als drei Viertel von 500 C-Level-Führungskräften und 1.000 Mitarbeitern in fünf Ländern, die im Rahmen des Projekts Work 2035 befragt wurden, erwarten, dass künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) in fünfzehn Jahren Entscheidungsprozesse erheblich beschleunigen und die Arbeitsproduktivität steigern werden. Dabei wird die IT die Räder in Gang setzen und digitale Arbeitsumgebungen mit entsprechenden Technologien ausstatten, um Arbeit intelligent und individuell zu organisieren, zu steuern und zu automatisieren. So können sich Mitarbeiter auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren.

  1. IoT und Roboter machen die Arbeit sicherer

Corona hat die Sicherheit der Mitarbeiter in den Unternehmen zur Priorität werden lassen. Um diese zu gewährleisten, kommen verstärkt IoT-Technologien zum Einsatz. Mit dem IoT werden unter anderem kontaktlose Büros und intelligente Formen der räumlichen Trennung möglich. So können Mitarbeiter beispielsweise auf Pläne und Belegungsinformationen für verschiedene Gebäudeteile zugreifen und erfahren, ob gemeinsam genutzte Räume gereinigt wurden. Die Reservierung von Konferenzräumen und Hot Desks kann dann ebenfalls direkt über das eigene Gerät erfolgen.

  1. CIOs haben die Sicherheit stärker im Blick

In diesem Jahr haben Cyber-Angriffe um mehr als 400 Prozent zugenommen. Entsprechend wird der Schutz von Mitarbeitern und Unternehmenswerten im Jahr 2021 noch wichtiger. Sicherheit und Nutzererfahrung schliessen sich dabei nicht gegenseitig aus. Sie sind vielmehr zwei Seiten der gleichen Medaille. Im kommenden Jahr werden sie enger zusammenrücken, um einen intelligenten Ansatz für die Sicherheit am Arbeitsplatz zu schaffen, der die Mitarbeiter nach dem Zero-Trust-Modell schützt, ohne ihnen beim Arbeiten im Weg zu sein. Die Sicherheit wird dabei in alle IT-Aktivitäten integriert werden.

Die Pandemie hat zu Veränderungen geführt, die sich niemand hätte vorstellen können. Und wenn wir etwas daraus gelernt haben, dann ist es, das Unerwartete zu erwarten – und uns darauf vorzubereiten. Auch wenn niemand genau vorhersagen kann, was die Zukunft bringt, ist eines sicher: Die Welt wird sich weiter verändern, und zwar schnell. Und Unternehmen, die auf die Leistungsfähigkeit der Technologie setzen, können dazu beitragen, sie zu einem besseren Ort zu machen.

Autor:

Michael Gubelmann, Country Manager Schweiz bei Citrix